{"id":1329,"date":"2025-12-30T13:20:32","date_gmt":"2025-12-30T12:20:32","guid":{"rendered":"https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/startseite\/?p=1329"},"modified":"2025-12-30T13:20:32","modified_gmt":"2025-12-30T12:20:32","slug":"11-netzwerktreffen-nachhaltiges-bauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/startseite\/11-netzwerktreffen-nachhaltiges-bauen\/","title":{"rendered":"11. Netzwerktreffen: Nachhaltiges Bauen"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\">11. Netzwerktreffen \u201eNachhaltigkeit in der Wirtschaft\u201c<br \/>\nzum Thema \u201eNachhaltiges Bauen\u201c<\/h1>\n<h6 style=\"text-align: center;\">Halle (Saale), 05.11.2025<\/h6>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Bericht<\/strong><\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Eine Branche im Umbruch \u2013 warum das Bauen neu gedacht werden muss<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Bausektor spielt eine zentrale Rolle f\u00fcr den Klimaschutz. Die Zahlen sind eindeutig: Rund 40 Prozent der weltweiten CO\u2082-Emissionen entfallen auf Geb\u00e4ude \u2013 von ihrer Errichtung \u00fcber die Nutzung bis hin zum Abriss. Hinzu kommen ein erheblicher Energieverbrauch und gro\u00dfe Mengen an Rohstoffen, die in Beton, Stahl und anderen Baustoffen gebunden sind. Eine \u201eBauwende\u201c1 ist daher notwendig, um den \u00dcbergang zu einer klimaneutralen und ressourcenschonenden Gesellschaft zu gestalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese Bauwende stellt vor allem eine systemische Herausforderung dar. Sie zeigt exemplarisch, wie \u00f6kologische Anforderungen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Akzeptanz miteinander in Einklang gebracht werden m\u00fcssen. Dabei geht es nicht nur um neue Materialien oder effizientere Bauverfahren, sondern um ein ver\u00e4ndertes Verst\u00e4ndnis des Bauens selbst \u2013 zirkul\u00e4r statt linear, gemeinschaftlich statt isoliert, werterhaltend statt verschwenderisch. Dieser Wandel erfordert ein Umdenken auf verschiedenen Ebenen, einschlie\u00dflich bei Beh\u00f6rden und Banken.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vor diesem Hintergrund widmete sich das 11. Netzwerktreffen des Netzwerks \u201eNachhaltigkeit in der Wirtschaft\u201c am 5. November 2025 in Halle (Saale) dem Thema \u201eNachhaltiges Bauen\u201c. Vertreter aus Verwaltung, Wissenschaft, Handwerk und Wirtschaft diskutierten, wie nachhaltiges Bauen in der Praxis gelingen kann \u2013 von zirkul\u00e4ren Konzepten \u00fcber innovative Baustoffe bis hin zu neuen F\u00f6rder- und Beteiligungsans\u00e4tzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Veranstaltung wurde von der Moderatorin Dr. Daria Meyr er\u00f6ffnet, die als F&amp;E-Forschungsreferentin an der Hochschule Anhalt t\u00e4tig ist und zudem als stellvertretende Netzwerksprecherin fungiert. In ihrer Begr\u00fc\u00dfung der Teilnehmer hob sie die Bedeutung des Treffens f\u00fcr die Region hervor und betonte, dass nachhaltiges Bauen nicht nur \u00f6kologisch, sondern auch \u00f6konomisch und sozial wertvoll sei.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1330\" src=\"https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild1.jpg\" alt=\"\" width=\"477\" height=\"452\" srcset=\"https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild1.jpg 477w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild1-300x284.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 477px) 100vw, 477px\" \/><br \/>\nBild 1. Dr. Sophie K\u00fchling und Dr. Daria Meyr er\u00f6ffnen die Veranstaltung<\/h6>\n<p style=\"text-align: left;\">1 Vgl. hierzu Schneidewind, Uwe (2018): Die gro\u00dfe Transformation.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Anschlie\u00dfend \u00fcbernahm Dr. Sophie K\u00fchling, Netzwerksprecherin und Referentin f\u00fcr Innovation und Technologietransfer an der IHK Halle-Dessau, die kurze Vorstellung des Netzwerks. Sie betonte dabei, dass das Thema Nachhaltigkeit in der Praxis eine hochkomplexe Angelegenheit ist und darin nicht nur Unternehmen, sondern auch Verwaltungen und B\u00fcrger involviert sind\/ involviert werden m\u00fcssen. Deshalb hat das Netzwerk es sich zum Ziel gesetzt, Kompetenzen aus verschiedensten Sektoren wie Bau, Produktion, Wissenschaft oder Verwaltung zu b\u00fcndeln. Sie schlug vor, das Thema \u00fcber den heutigen Tag hinaus in einer weiteren Veranstaltung gemeinsam mit dem NEB-Projekt Zekiwa n\u00e4chstes Jahr im Sommer in Zeitz fortzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zum Abschluss lud sie gemeinsam mit Dr. Meyr dazu ein, sich an der gemeinsamen Ideensammlung zu beteiligen. Anschlie\u00dfend f\u00fchrte Dr. Meyr durch das Programm, stellte die Referenten vor und leitete die Diskussionsrunden an dem Tag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Keynote \u201eVom Rohstoff zum R\u00fcckbau &#8211; und zur\u00fcck. Zirkul\u00e4res Bauen konkret\u201c, Dipl.-Ing. Markus Taubert, Umweltbundesamt<\/h3>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Zirkul\u00e4res Wirtschaften als Leitprinzip<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Den inhaltlichen Auftakt \u00fcbernahm Markus Taubert mit einer grundlegenden Einordnung des zirkul\u00e4ren Wirtschaftens. Dieses sei kein Selbstzweck, betonte er, sondern ein Mittel, um ein \u201egutes Leben f\u00fcr alle innerhalb planetarer Grenzen&#8220; zu erm\u00f6glichen. Die zentrale Frage lautet: Wie k\u00f6nnen Ressourcen so eingesetzt werden, dass sie langfristig im Kreislauf bleiben \u2013 also immer wieder genutzt, repariert, recycelt oder neu kombiniert werden?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zirkul\u00e4res Wirtschaften betrifft dabei vier Dimensionen: Materialien, Produktionsprozesse, Produkte sowie Bed\u00fcrfnisse und die damit verbundene Kultur und Gewohnheiten. F\u00fcr den Bausektor bedeutet das konkret: Geb\u00e4ude m\u00fcssen k\u00fcnftig als kreislauff\u00e4hige Produkte verstanden und gestaltet werden. Dazu geh\u00f6rt unter anderem eine sorgf\u00e4ltige Dokumentation der verbauten Materialien.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein solches zirkul\u00e4res Verst\u00e4ndnis des Bauens bedeutet einen tiefgreifenden Wandel f\u00fcr die Branche. Statt auf immer neue Rohstoffe zu setzen, geht es darum, dass bereits vorhandene \u201eanthropogene Materiallager&#8220; \u2013 also bestehende Geb\u00e4ude, Infrastrukturen und Bauteile \u2013 aktiv zu bewirtschaften. Herr Taubert nannte dazu ein ganzes B\u00fcndel an Ma\u00dfnahmen: die energetische Modernisierung und Dekarbonisierung des Geb\u00e4udebestands, den Vorrang von sekund\u00e4ren Baustoffen gegen\u00fcber Prim\u00e4rmaterialien, das Bauen im Bestand statt Neubau, eine erweiterte Herstellerverantwortung sowie eine sozialvertr\u00e4gliche Reduktion des Wohnfl\u00e4chenverbrauchs.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie und ihre Bedeutung f\u00fcr das Bauen<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Herr Taubert verwies auf die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS), die seit Dezember 2024 vorliegt. Ihr Ziel ist ambitioniert: Der Rohstoffverbrauch in Deutschland soll bis 2045 auf 6 bis 8 Tonnen pro Kopf und Jahr sinken \u2013 aktuell liegt er noch bei rund 16 Tonnen. Allein zum Thema Bauen enth\u00e4lt die Strategie 19 Kapitel.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein interessanter Ansatz sind virtuelle Schattenpreise auf Basis von \u00d6kobilanzen. Sie sollen k\u00fcnftig helfen, die tats\u00e4chlichen Umweltkosten von Bauprojekten transparent zu machen und so die volkswirtschaftlich g\u00fcnstigsten \u2013 also nachhaltigsten \u2013 L\u00f6sungen zu f\u00f6rdern. Herr Taubert pl\u00e4dierte zudem f\u00fcr eine st\u00e4rkere Verwendung des Blauen Engels, insbesondere bei \u00f6ffentlichen Ausschreibungen, sowie f\u00fcr mehr Suffizienz im Bauwesen. Sein Fazit: Zirkul\u00e4res Wirtschaften ist ein zentraler Hebel zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele. Die Transformation sei notwendig \u2013 und machbar.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1331\" src=\"https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild2.png\" alt=\"\" width=\"1181\" height=\"906\" srcset=\"https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild2.png 1181w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild2-300x230.png 300w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild2-1024x786.png 1024w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild2-768x589.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1181px) 100vw, 1181px\" \/><\/p>\n<h6 style=\"text-align: left;\">Bild 2: Markus Taubert vom Umweltbundesamt gibt einen \u00dcberblick \u00fcber die Grunds\u00e4tze, Ziele und Strategien der Kreislaufwirtschaft.<\/h6>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Diskussion: H\u00fcrden und L\u00f6sungsans\u00e4tze<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">In der anschlie\u00dfenden Diskussion stand zun\u00e4chst die Wiederverwendung historischer Baustoffe im Fokus. Hier bestehen noch rechtliche und technische H\u00fcrden, insbesondere bei statisch relevanten Bauteilen. Allerdings arbeiten Forschungsprojekte und Initiativen wie Concular bereits an L\u00f6sungen f\u00fcr eine sichere Wiederverwendung und m\u00f6gliche Re-Zertifizierungen \u2013 etwa von Brandschutzt\u00fcren.<br \/>\nEin weiteres Thema war die Notwendigkeit grundlegender Transformationen statt blo\u00dfer Anpassungen bestehender Prozesse. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang auch, dass der Markt bisher nicht ausreichend in Richtung Nachhaltigkeit gesteuert werde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Input 1 \u201eBauen mit Holz\u201c, Ren\u00e9 Kopitzke, ante holz Rottleberode GmbH | HBS Berga GmbH &amp; Co KG<\/h3>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Untersch\u00e4tztes Potenzial eines nachwachsenden Rohstoffs<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Anschluss stellte Werkleiter Ren\u00e9 Kopitzke die Potenziale des Bauens mit Holz vor. Eine bemerkenswerte Zahl lieferte er gleich zu Beginn: Bereits rund ein Drittel des j\u00e4hrlich nachwachsenden Holzzuwachses in Deutschland w\u00fcrde ausreichen, um den gesamten Neubaubedarf zu decken. Dennoch wird Holz im deutschen Bauwesen bislang nur unzureichend genutzt. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind vor allem historisch bedingt: Seit der Brandschutzverordnung von 1943 kam Holz im Bauwesen kaum noch zum Einsatz. Viele der daf\u00fcr notwendigen Kompetenzen m\u00fcssen daher heute wiederentdeckt und weiterentwickelt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Besonders Brettsperrholz (Cross Laminated Timber, CLT) bietet gro\u00dfes Potenzial \u2013 vor allem f\u00fcr den Mehrgeschossbau und die innerst\u00e4dtische Nachverdichtung. Ein Beispiel daf\u00fcr ist der Campus der Zollhochschule in Rostock, der modular und in kurzer Zeit errichtet wurde. Durch modulare Bauweise und serielle Vorfertigung, inklusive Aussparungen f\u00fcr T\u00fcren, Fenster und Elektronik, lassen sich nicht nur Bauzeiten verk\u00fcrzen. Die kartierten Bauteile k\u00f6nnen auch einfach zur\u00fcckgebaut und wiederverwendet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Weitere Vorteile des Werkstoffs: geringe Transportlast, ein angenehmes Raumklima, nat\u00fcrliche \u00c4sthetik und ein geringer D\u00e4mmungsbedarf, der mehr Wohnfl\u00e4che erm\u00f6glicht. Ab einer Wandst\u00e4rke von 38 Zentimetern CLT kann sogar vollst\u00e4ndig auf eine Heizung verzichtet werden. Problematisch bleibt jedoch das fehlende Wissen zu den Materialeigenschaften und dessen Einsatz im Bauwesen bei Bau\u00e4mtern, Kreditgebern und Kunden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1332\" src=\"https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild3.png\" alt=\"\" width=\"1299\" height=\"964\" srcset=\"https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild3.png 1299w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild3-300x223.png 300w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild3-1024x760.png 1024w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild3-768x570.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1299px) 100vw, 1299px\" \/><\/p>\n<h6 style=\"text-align: left;\">Bild 3: Ren\u00e9 Kopitzke verdeutlicht, dass das Holz vollst\u00e4ndig verwendet wird.<\/h6>\n<p style=\"text-align: left;\">Herr Kopitzke erkl\u00e4rte abschlie\u00dfend, dass ante holz seit diesem Sommer \u2013 als Reaktion auf die Ergebnisse der vierten Bundeswaldinventur \u2013 verst\u00e4rkt auf Kiefer statt Fichte setzt. Auch Buche w\u00e4re m\u00f6glich, findet in Deutschland derzeit aber noch wenig Nachfrage. In der Diskussion wurde deutlich, dass Holzbauprojekte in der Anschaffung teurer sein k\u00f6nnen, langfristig jedoch durch geringere Heiz- und Betriebskosten \u00fcberzeugen. Nicht nur klimabilanziell ist der Holzbau dem konventionellen Bauen daher \u00fcberlegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Input 2 \u201eBauen mit Stroh\u201c, Werner Ehrlich, Strohelemente GmbH<\/h3>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Bauen mit Strohballen: Landwirtschaftlicher Reststoff neu gedacht<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Als n\u00e4chstes stellte Architekt und Zimmermann Werner Ehrlich das Bauen mit Strohballen vor. Anders als beim Strohlehmbau wird das Stroh hier nicht mit anderen Materialien vermischt, was einen sortenreinen R\u00fcckbau und eine Wiederverwendung erm\u00f6glicht. Die Geschichte dieses Baustoffs reicht weit zur\u00fcck: Bereits 1872 wurde die erste Strohballenpresse entwickelt und machte damit den Hausbau mit Strohballen m\u00f6glich \u2013 sogar mehrgeschossig.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Heute unterscheidet man zwischen zwei Bauweisen: Bei der lasttragenden Variante fungieren stark verdichtete Strohballen wie Mauerziegel. Bei der nicht-lasttragenden Bauweise werden die Ballen in ein Holzskelett eingepasst. Letztere ist in Deutschland erst seit Anfang der 2000er Jahre verbreitet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1333\" src=\"https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild4.png\" alt=\"\" width=\"1299\" height=\"951\" srcset=\"https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild4.png 1299w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild4-300x220.png 300w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild4-1024x750.png 1024w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild4-768x562.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1299px) 100vw, 1299px\" \/><\/p>\n<h6 style=\"text-align: left;\">Bild 4: Werner Ehrlich erkl\u00e4rt die klimabilanziellen Vorteile des Strohballenbaus.<\/h6>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Potenzial ist enorm: Bereits 20 Prozent des j\u00e4hrlich landwirtschaftlich anfallenden Strohs \u2013 das entspricht 5 bis 13 Millionen Tonnen \u2013 w\u00fcrden ausreichen, um 200.000 bis 500.000 Einfamilienh\u00e4user pro Jahr zu errichten. Besonders gut eignet sich Stroh aufgrund seines geringen Gewichts f\u00fcr Aufstockungen und innerst\u00e4dtische Nachverdichtungen. Allerdings bringt der Baustoff auch Herausforderungen mit sich. Die Pressgenauigkeit ist begrenzt, was Nachverdichtungen erforderlich macht. Zudem ben\u00f6tigen die Oberfl\u00e4chen Nachbearbeitung \u2013 innen sind sie nicht v\u00f6llig glatt, au\u00dfen nicht wasserfest. Regen w\u00e4hrend der Bauphase kann daher problematisch werden.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Fertigteilsystem als L\u00f6sung<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine L\u00f6sung bietet das von der Strohelemente GmbH entwickelte Fertigteilsystem: Die Strohballen werden vorbehandelt und sind dadurch wetterunabh\u00e4ngig. Sie k\u00f6nnen modular, holzverschalt und verputzt geliefert werden. Dadurch entstehen leicht verschraubbare Bauelemente, die eine witterungsunabh\u00e4ngige Montage erm\u00f6glichen. Das Unternehmen befindet sich nach einer erfolgreichen Experimentierphase derzeit in der Aufbauphase seiner Produktionsanlagen in Oschatz.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In der Diskussion wurde nach der Zertifizierung gefragt. Diese wird f\u00fcr die Geb\u00e4udeklasse 3 angestrebt. Auch das Thema Lagerlogistik kam zur Sprache: Da Stroh ein saisonales Produkt ist, erfordert es eine vorausschauende Lagerhaltung. Die L\u00f6sung sieht Herr Werner in regionalen, dezentralen Produktionsst\u00e4tten, die unabh\u00e4ngig voneinander die Jahresproduktion abdecken k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Kurzvorstellung des Innovationshubs \u201eFokus Holz + Klima&#8220;, Florian Heller<\/h3>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Impulsgeber f\u00fcr die regionale Bauwende<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Einen erg\u00e4nzenden Beitrag lieferte der Innovationshub \u201eFokus Holz + Klima&#8220; mit Sitz in Ro\u00dfla. Die Initiative f\u00f6rdert gezielt Innovationen in der regionalen Holzproduktion und vernetzt Akteure aus Handwerk, Wirtschaft und Forschung. Ziel ist es, die regionale Wertsch\u00f6pfung rund um nachhaltige Holzprodukte zu st\u00e4rken und den Wissenstransfer in Richtung klimafreundlicher Bauweisen voranzutreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Hub entsteht auf dem historischen Schlossareal in Ro\u00dfla und geht \u00fcber die klassische Wertsch\u00f6pfungskette Forst-Holz hinaus: Er f\u00f6rdert nachhaltiges Bauen mit Holz, zirkul\u00e4res Bauen sowie die Entwicklung biobasierter Baumaterialien. Damit soll er zu einem wichtigen Treiber f\u00fcr die Bauwende in der Region Mansfeld-S\u00fcdharz werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Input 3 \u201eBauen mit Lehm\u201c, Christian Hartwig, Schwemme e.V.<\/h3>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Traditionelle Bauweise trifft b\u00fcrgerliche Initiative<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Anschluss berichtete der Architekt Christian Hartwig \u00fcber das Bauen mit Lehm im Schwemme e.V.. Der Verein engagiert sich seit vielen Jahren f\u00fcr den Erhalt und die Sanierung des historischen Fachwerkbaus der ehemaligen Schwemme-Brauerei. Das Ziel ist dabei nicht nur die bauliche Wiederherstellung, sondern auch die Zug\u00e4nglichmachung des Denkmals und die Vermittlung von Wissen rund um nachhaltige und traditionelle Bauweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auf der Schau-Baustelle werden verschiedene Bau- und Sanierungstechniken gezeigt, insbesondere im Bereich Fachwerk und Denkmalpflege. Zum Einsatz kommen Lehmsteine als nicht tragende Deckenf\u00fcllung \u2013 sie werden luftgetrocknet, nicht gebrannt, und erfordern daher keine zus\u00e4tzliche Energiezufuhr. F\u00fcr die Fachwerkw\u00e4nde wird ein Lehm-Stroh-Gemisch verwendet, das zugleich als Holzschutz dient. Erg\u00e4nzt wird dies durch Stopfhanf als D\u00e4mmung statt D\u00e4mmschaum sowie wiederverwendete Dachziegel.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die tragenden Strukturen werden von Fachleuten saniert, w\u00e4hrend viele andere Arbeiten durch ehrenamtliche Helfer \u00fcbernommen werden \u2013 was das Projekt erst wirtschaftlich tragf\u00e4hig macht. Herr Hartwig sprach auch die diversen Diskussionen innerhalb des b\u00fcrgerschaftlichen Projekts an, etwa zur Verwendung unterschiedlicher Fasermaterialien wie Jute versus Glasfaser. Solche Debatten seien wertvoll f\u00fcr den Fortgang des Bauprojektes. Eine weitere spannende Frage betrifft das Verh\u00e4ltnis von Zirkularit\u00e4t, also der Wiederverwendung von Baumaterialien und Denkmalschutz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Input 4 \u201eBauen mit Hanf\u201c, Dr.-Ing. Susanne Bartholom\u00e9, Hochschule Merseburg<\/h3>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Vielseitiger Baustoff mit hervorragender \u00d6kobilanz<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Als n\u00e4chstes stellte Dr. Susanne Bartholom\u00e9 das Material Hanf vor, das f\u00fcr Textilien, Papier, Bauwesen, Lebensmittel und Kosmetik verwendet werden kann. Der Baustoff \u00fcberzeugt durch eine hervorragende \u00d6kobilanz: Er ben\u00f6tigt wenig Wasser und bildet Humus. Die Pflanze w\u00e4chst schnell und kann zu 100 Prozent verwertet werden \u2013 Fasern, Sch\u00e4ben und St\u00e4ube werden nutzbar gemacht. Ein besonderer Vorteil: Hanf speichert CO\u2082 nicht nur w\u00e4hrend des Wachstums, sondern auch in der Weiterverarbeitung und Nutzung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Bauwesen wird Hanf vor allem zur Dichtung von Fugen, Fenstern oder Rissen im Fachwerk eingesetzt. Verschiedene Bindemittel wie Lehm, Kalk oder Myzel erweitern die Einsatzm\u00f6glichkeiten. Das Material bietet Hitze-, Schall- und Feuerschutz, ist sch\u00e4dlingsresistent, verrottungsfest und schimmelhemmend. Zudem eignet es sich f\u00fcr die additive Fertigung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1334\" src=\"https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild5.jpg\" alt=\"\" width=\"1267\" height=\"827\" srcset=\"https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild5.jpg 1267w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild5-300x196.jpg 300w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild5-1024x668.jpg 1024w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild5-768x501.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1267px) 100vw, 1267px\" \/><\/p>\n<h6 style=\"text-align: left;\">Bild 5: Dr. Susanne Bartholom\u00e9 stellt die Herausforderungen im Hanfbau dar<\/h6>\n<p style=\"text-align: left;\">Beispiele aus der Praxis verdeutlichen das Potenzial: Das gr\u00f6\u00dfte Hanfhaus Europas steht in der Schweiz und war bereits nach einem Jahr klimapositiv. Dr. Bartholom\u00e9 pl\u00e4dierte f\u00fcr Vorfertigung und serielles Bauen, zusammengefasst unter dem Motto: \u201eLow-Tech = \u00d6ko-High-Tech&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In der Diskussion wies sie darauf hin, dass zwar keine Bio-Hanfsamen verwendet werden \u2013 das w\u00e4re zu kostenintensiv \u2013, der Anbau aber unter Bio-Standards erfolgt, also ohne Pestizide. Zudem k\u00f6nnen Hanflehmbauplatten als Substitut f\u00fcr Gipsplatten eingesetzt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Input 5 \u201eF\u00f6rdermittel f\u00fcr Forschung und Innovation f\u00fcr Nachhaltiges Bauen\u201cAlexandra Bender, F\u00f6rderberatung \u201eForschung und Innovation\u201c des Bundes<\/h3>\n<h4 style=\"text-align: left;\">F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten f\u00fcr nachhaltiges Bauen: Beratung und Vernetzung als Schl\u00fcssel<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Alexandra Bender, eine von acht Beratern mit Sitz beim Forschungszentrum J\u00fclich in Berlin, stellte die F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten im Bereich des nachhaltigen Bauens vor. Die F\u00f6rderungen erfolgen in der Regel \u00fcber verschiedene Fachprogramme mit einer Laufzeit von zwei bis vier Jahren. Wichtig zu wissen: Projekte d\u00fcrfen noch nicht begonnen haben, um f\u00f6rderf\u00e4hig zu sein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1335\" src=\"https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild6.png\" alt=\"\" width=\"1299\" height=\"934\" srcset=\"https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild6.png 1299w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild6-300x216.png 300w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild6-1024x736.png 1024w, https:\/\/nachhaltig-wirtschaften-mitteldeutschland.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Bild6-768x552.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1299px) 100vw, 1299px\" \/><\/p>\n<h6 style=\"text-align: left;\">Bild 5: Alexandra Bender stellt verschiedene F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten vor<\/h6>\n<p style=\"text-align: left;\">Viele F\u00f6rderprojekte sind Verbundvorhaben, in denen Unternehmen, Kommunen, wissenschaftliche Einrichtungen oder weitere Partner gemeinsam arbeiten. Dabei wird besonderer Wert auf Verwertbarkeit und Praxistransfer gelegt \u2013 es ist daher vorteilhaft, relevante Akteure fr\u00fchzeitig einzubinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vor einer Antragstellung empfiehlt sich eine fr\u00fchzeitige Beratung, um Aufwand und Erfolgschancen realistisch einzusch\u00e4tzen. Ein weiterer Grund: F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Bauprojekte sind h\u00e4ufig in anderen Programmen versteckt und nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Kurzvorstellung des Neuen Europ\u00e4ischen Bauhauses, Therese Lippold, NEB_NETZWERKB\u00dcRO<\/h3>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Nachhaltigkeit, Inklusion und \u00c4sthetik vereinen<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Den Abschluss des Netzwerktreffens bildete der Beitrag von Therese Lippold, die das Netzwerkb\u00fcro des Neuen Europ\u00e4ischen Bauhauses (NEB) in Sachsen-Anhalt vorstellte. Die NEB-Initiative selbst wurde 2020 von der EU ins Leben gerufen, um die Umsetzung des EU Green Deal auf lokaler und regionaler Ebene zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das NEB legt besonderen Wert auf gemeinschaftliche Konzepte, die drei Kriterien erf\u00fcllen: Sie sollen \u00f6kologisch nachhaltig, sozial inklusiv und \u00e4sthetisch ansprechend sein. Dabei sollen die Projekte m\u00f6glichst von den Bewohnern mitgestaltet werden, um Akzeptanz und Wirkung zu erh\u00f6hen. Ziel ist es, vom Lokalen ins Globale zu denken und so eine nachhaltige Baukultur europaweit zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das NEB-Netzwerkb\u00fcro bietet die M\u00f6glichkeit zur regionalen bis europaweiten Vernetzung mit anderen gef\u00f6rderten Projekten. Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt verwaltet die bereitgestellten Gelder und begleitet die Umsetzung der Projekte vor Ort.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: left;\">Fazit: Bauwende ist machbar \u2013 und wird bereits gelebt<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Netzwerktreffen machte eindr\u00fccklich deutlich: Die Bauwende ist kein abstraktes Zukunftsprojekt, sondern wird bereits heute von zahlreichen Akteuren konkret umgesetzt \u2013 von innovativen Unternehmen \u00fcber engagierte Vereine bis hin zu ambitionierten Forschungsinitiativen.<br \/>\nBesonders bemerkenswert war die Vielfalt der vorgestellten Ans\u00e4tze. Ob Holz, Stroh, Lehm oder Hanf \u2013 nachwachsende Baustoffe bieten bereits heute technisch ausgereifte und wirtschaftlich tragf\u00e4hige Alternativen zum konventionellen Bauen. Die Beispiele zeigten: Ein Drittel des j\u00e4hrlichen Holzzuwachses w\u00fcrde ausreichen, um den gesamten Neubaubedarf zu decken. Zwanzig Prozent des anfallenden Strohs k\u00f6nnten Hunderttausende Einfamilienh\u00e4user erm\u00f6glichen. Lehm kann unendlich und einfach recycelt werden. Und Hanfh\u00e4user k\u00f6nnen bereits nach einem Jahr klimapositiv sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Gleichzeitig wurde deutlich, dass technische L\u00f6sungen allein nicht ausreichen. Die Bauwende erfordert systemische Ver\u00e4nderungen: von der Dokumentation verbauter Materialien \u00fcber neue Finanzierungsmodelle bis hin zu ver\u00e4nderten Vergabekriterien in \u00f6ffentlichen Ausschreibungen. Hier spielen Initiativen wie die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie und das Neue Europ\u00e4ische Bauhaus eine wichtige Rolle, um Rahmenbedingungen zu schaffen und Akteure zu vernetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein ermutigendes Signal: Nachhaltiges Bauen ist nicht nur \u00f6kologisch \u00fcberlegen, sondern kann auch wirtschaftlich \u00fcberzeugen \u2013 durch geringere Betriebskosten, regionale Wertsch\u00f6pfung und innovative Gesch\u00e4ftsmodelle. Die Transformation ist also nicht nur notwendig, sondern auch machbar. Sie braucht jedoch Mut, Vernetzung und den Willen, bestehende Prozesse grundlegend zu \u00fcberdenken statt nur anzupassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>11. 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